Wo sind Frauen, die führen wollen?

 

Diese innere Besorgtheits- und Organisationsplackerei ist womöglich eines der am schwierigsten zu überwindenden Hindernisse für die Gleichberechtigung der Frau am Arbeitsplatz. (Gemma Hartley, Es reicht!)

 

Zu dem Zeitpunkt, wenn Frauen beruflich durchstarten, entscheiden sie sich auch oft für die Familiengründung. In dem Bestreben, Karriere und Kinder unter einen Hut zu bekommen, merken sie schnell, dass es schwerer ist als gedacht. Der berufliche Werdegang von Männern nimmt dagegen weiter seinen Lauf, selbst wenn sie eine Familie gründen. Wieso ist das so? Noch immer übernehmen Frauen einen Großteil der Aufgaben, die zuhause anfallen: Essen kochen, einkaufen, Kindererziehung, Geschenke besorgen, dekorieren, schulische, familiäre und gesundheitliche Netzwerke pflegen oder die Koordination und Organisation all dieser Dinge. Männer haben den Kopf frei für ihre Karriere und bleiben oft unbehelligt von Familienorganisation und Gefühlsarbeit. Das muss sich ändern, wenn Frauen dieselben beruflichen Chancen bekommen sollen. Gemischte Teams aus Männern und Frauen sind erfolgreicher. Aber wieso ist es so schwierig, Frauen zu finden, die sich trauen? Wenn sich Unternehmen mit Mental Load beschäftigen und Frauen dabei unterstützen, die Familienverantwortung abzugeben und über traditionelle Rollenmodelle aufzuklären, trauen sich Frauen beruflich mehr zu. Es ist leichter, eine Führungsposition zu übernehmen, wenn man weiß, dass sich zuhause Jemand kümmert, so wie es in den letzten Jahrzehnten Millionen von Müttern getan haben. Gleichberechtigung bedeutet, dass jetzt auch die Männer dran sind. Wie das funktioniert, erkläre ich Ihnen!