Mental Load

 

Gefühls- und Sorgearbeit halten unsere Gesellschaft zusammen. Das trifft auch auf die Arbeit von Menschen zu, die ihre Kinder oder Angehörigen betreuen. Oft sind es Frauen, die sich um pflegebedürftige Verwandte kümmern, und es sind meist Mütter, die zuhause bei den Kindern bleiben. Sie tragen die Verantwortung für die Familie und damit oft die mentale Last, die schwer auf ihren Schultern liegt. Schuld daran sind stereotype Rollenbilder und kulturelle Geschlechternormen, die in unserer Gesellschaft seit hunderten Jahren bestehen und gesellschaftlichen Druck auf Frauen ausüben. Ein Mutter-Mythos, der Frauen zuschreibt, sich besser sorgen und kümmern zu können, trägt dazu bei, dass Mütter mental belastet sind. Die „innere Besorgtheits- und Organisationsplackerei“ (Gemma Hartley, „Es reicht!“) hält Frauen außerdem davon ab, sich ihrem Beruf und ihrer Karriere zu widmen oder sich in Politik und Wirtschaft zu engagieren. Eine Studie von Boston Consulting bestätigt, dass Mental Load Frauen dabei im Weg steht, beruflich durchzustarten. Frauen schrecken aus diesem Grund oft vor anspruchsvollen Positionen zurück, weil sie die Doppelbelastung aus Beruf und Außerberuflichem überlastet, bestätigt ein Artikel in der Süddeutschen Zeitung.

 

Die mentale Last, Gefühlsarbeit und Familienorganisation liegt noch immer in den Händen vieler Frauen. Das führt zu Überlastung und Ungleichberechtigung. Wie können sieVerantwortung aufteilen, das Abgeben lernen, Vätern eine stärkere Teilhabe am Familienleben gewähren und sich damit entlasten? Ich beschäftige mich mit dem Thema und finde Lösungen im Familienalltag.